{"id":251,"date":"2021-04-08T16:24:27","date_gmt":"2021-04-08T16:24:27","guid":{"rendered":"https:\/\/sv-stargarder.de\/?p=251"},"modified":"2022-01-19T17:11:24","modified_gmt":"2022-01-19T17:11:24","slug":"rotavirus-bei-tauben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sv-stargarder.de\/?p=251","title":{"rendered":"Rotavirus bei Tauben"},"content":{"rendered":"\n<h4 style=\"text-align: center;\">Neues zum Rotavirus bei Tauben &#8211; Teil 1<br>&#8222;Ausl\u00f6ser der Jungtaubenkrankheit gefunden&#8220;<\/h4>\n<p style=\"text-align: center;\">von Wilhelm Bauer<\/p>\n<p>Seit ein paar Jahren h\u00f6rt man immer wieder vom Rotavirus bei Tauben. Wie bei allen Neuigkeiten wei\u00df man aber zuerst nichts so richtig damit anzufangen. Nun wurden neueste Erkenntnisse dazu ver\u00f6ffentlicht, die f\u00fcr Taubenz\u00fcchter sehr interessant sein d\u00fcrften.<br>Sp\u00e4testens mit der derzeitigen Corona-Pandemie wird uns allen t\u00e4glich aufs Neue klar, dass die Welt zum Dorf geworden ist. Fr\u00fcher f\u00fcr nahezu un\u00fcberwindbare gehaltene Entfernungen sind heute nur einen Katzensprung von uns weg. Das merken nat\u00fcrlich auch die Taubenz\u00fcchter. Eine fast un\u00fcberschaubare Anzahl an neuen Rassen bereicherten in den letzten Jahrzehnten unsere Ausstellungen. Dabei ist ein Ende dieser Entwicklung noch lange nicht abzusehen.<br>Doch leider kommen nicht nur bereichernde Elemente, sondern eben auch Dinge, die man lieber au\u00dfen vorgehalten h\u00e4tte. Dazu kann man ohne Zweifel das Rotavirus z\u00e4hlen. Im Jahr 2016 drangen auf einmal Nachrichten aus Australien zu uns vor, die von schweren Krankheitsausbr\u00fcchen bei Tauben berichteten, die von einem Rotavirus hervorgerufen wurden. Bis zu 50 Prozent der Tauben in den betroffenen Taubenschl\u00e4gen starben innerhalb k\u00fcrzester Zeit. Der Krankheitsverlauf ging sehr schnell vonstatten und die betroffenen Tauben zeigten mehr oder weniger alle dieselben Symptome: Durchfall, Erbrechen und mit Futter und Wasser gef\u00fcllte Kr\u00f6pfe zeigten sie alle. Es waren also alles mehr oder weniger die gleichen Erscheinungen, wie man sie auch bei der Jungtaubenkrankheit kennt.<\/p>\n<p>Nun wurden zwischen deutschen und australischen Wissenschaftlern Untersuchungen angestellt und es stellte sich heraus, dass auch in europ\u00e4ischen Taubenbest\u00e4nden Rotaviren weit verbreitet sind. So fand man zum Beispiel in S\u00fcddeutschland bei einem Z\u00fcchter von Thurgauer Elmern ebenfalls Rotaviren. Die Rotaviren waren zwar nicht identisch mit denen in Australien, aber dennoch eng verwandt. Das Krankheitsbild der Tauben entspricht mehr oder weniger dem der Jungtaubenkrankheit. Dass die Forscher unbedingt N\u00e4heres dazu wissen wollten, war verst\u00e4ndlich. Die Forschungen gingen weiter und wurde in Kooperationsarbeit des Friedrich-L\u00f6ffler-Instituts und der Klinik f\u00fcr Gefl\u00fcgel der Tier\u00e4rztlichen Hochschule in Hannover geleistet. Nun stehen neueste Erkenntnisse fest, die f\u00fcr die Taubenz\u00fcchter von gro\u00dfer Bedeutung sind. Stellen sie doch einige der bisherigen Vermutungen auf den Kopf.<br>Die Jungtaubenkrankheit tritt in Europa seit nunmehr fast 30 Jahren regelm\u00e4\u00dfig auf, wobei die Wellen immer wieder abschw\u00e4chen, ehe sie wieder verst\u00e4rkt auftreten. Vor allem seit 2017 sind schwere Krankheitsverl\u00e4ufe in sehr vielen Taubenbest\u00e4nden zu beobachten gewesen. Dabei sind die Tauben alle fast mehr oder weniger gleichzeitig erkrankt, wobei der Krankheitsverlauf unterschiedlich verlaufen kann. Interessant ist allerdings, dass die meisten Tauben nach mehreren Tagen bis zur Dauer von einer Woche zumindest vom Aussehen her wieder gesund erscheinen. Da niemand so richtig wusste, was die Ursachen f\u00fcr die Jungtaubenkrankheit waren, wurde viel spekuliert. So vermutete man zum Beispiel, dass Infektionen mit Adenoviren, Circoviren oder auch Coli-Bakterien den Ausbruch der Jungtaubenkrankheit verursachen k\u00f6nnten. Selbst der Faktor Stress und weitere verschiedenste Erreger wurden angenommen. Beziehungsweise vermutete man, dass sie als so genannte verkomplizierende Faktoren die Jungtaubenkrankheit zumindest verst\u00e4rken. Eine alleinige Erkl\u00e4rung wurde ausgeschlossen.<br>Dass die Kommunikation zwischen den L\u00e4ndern weltweit ein Segen sein kann, wurde schnell deutlich. Australische Forscher haben n\u00e4mlich das Rotavirus der dortigen Taubenbest\u00e4nde intensiv untersucht und dabei herausgefunden, dass die erkrankten Tauben allesamt das fast unbekannte Rotavirus vom Typ Rotavirus A (RVA) Genotyp G18P(17) in sich getragen haben. Da auch die deutschen Taubenbest\u00e4nde Rotaviren A eines eng verwandten Typs hatten, fasste man schnell den Entschluss, hier zusammenzuarbeiten. Selbst alte Proben aus dem Jahr 2000 wurden untersucht und auch hier konnten RVA nachgewiesen werden. Diese wurden nun genauer genetisch untersucht, wobei deutlich wurde, dass die St\u00e4mme alle sehr eng miteinander verwandt sind. Sie bilden innerhalb des RVA-Genotyps G18P(17) eine eigene Gruppe, die sich an die Taube ungeheuer gut angepasst hat. Die unterschiedlichen Linien dieses \u201eTaubentyps\u201c des RVA traten meistens irgendwann und pl\u00f6tzlich auf. Sie waren einige Jahre nachweisbar und wurden dann von neuen St\u00e4mmen abgel\u00f6st.<br>Und nun wurde es besonders interessant: Die letzte gro\u00dfe Welle neuer Tauben-RVA-St\u00e4mme trat 2017 auf. Also just zu der Zeit, als die Jungtaubenkrankheit in<br>Europa wieder eine Hochphase hatte. Dieser Stamm war auch sehr eng mit dem australischen Stamm verwandt, der dort f\u00fcr das Massensterben verantwortlich war. F\u00fcr den Z\u00fcchter sind solche genetischen Zusammenh\u00e4nge zwar interessant zu wissen, aber f\u00fcr die t\u00e4gliche Gesundheitsvorsorge ihrer Tauben von eher untergeordneter Bedeutung. Die Ergebnisse der praktischen Untersuchung ergaben einen deutlichen Zusammenhang zwischen dem Vorhandensein des RVA und dem Auftreten der Symptome der Jungtaubenkrankheit. Oder anders ausgedr\u00fcckt: Je markanter die Symptome der Jungtaubenkrankheit beobachtet wurden, desto h\u00e4ufiger konnte das RVA nachgewiesen werden.<br>Dazu wurden Jungtauben mit dem RVA infiziert und eine Kontrollgruppe nicht. In den beiden infizierten Gruppen konnte w\u00e4hrend der gesamten Versuchsdauer das Erbgut des RVA nachgewiesen werden. In der Hochphase der Erkrankung, also in den Tagen drei bis f\u00fcnf, war die Virusmenge am gr\u00f6\u00dften. Sie fiel danach schnell ab, war aber die ganzen 21 Tage des Kontrollzeitraums nachweisbar. Bei der anschlie\u00dfenden Sezierung der Tauben, waren bei den infizierten Gruppen Organsch\u00e4den sichtbar. So unter anderem eine geschwollene Leber und teilweise eine vergr\u00f6\u00dferte Milz.<br>Was sind nun die Ergebnisse dieser Untersuchungen? Sie beweisen, dass durch das RVA zuvor vollst\u00e4ndig gesunde Jungtauben innerhalb k\u00fcrzester Zeit die Symptomatik der Jungtaubenkrankheit zeigen. Das hei\u00dft, dass das Rotavirus vom Typ RVA G18P(17) der Ausl\u00f6ser der Jungtaubenkrankheit ist. Da keine anderen Erreger vorhanden waren \u2013 auch w\u00e4hrend der Versuchsphase nicht \u2013 also keine Adeno- oder Circoviren, ist auch gekl\u00e4rt, dass die Jungtaubenkrankheit keine multifaktorelle Erkrankung ist. Sie ist eine typische Infektionskrankheit.<br>Das schlie\u00dft nicht aus, dass weitere Erreger nat\u00fcrlich den Verlauf der Jungtaubenkrankheit verschlimmern und sogar verkomplizieren k\u00f6nnen. Inwieweit das detailliert zutrifft, muss noch untersucht werden. \u00dcberhaupt ist der Verlauf der Jungtaubenkrankheit selbst durch die verschiedenen RVA-St\u00e4mme unterschiedlich, und zwar von leicht bis sehr schwer. Je nach Aggressivit\u00e4t des RVA-Stammes kann sie n\u00e4mlich von sehr leicht bis zu sehr schwer ablaufen. Das erkl\u00e4rt auch, die unterschiedliche Auspr\u00e4gung bei unterschiedlichen Zuchtbest\u00e4nden. Und dass in den letzten drei Jahren die Jungtierkrankheit bei uns sehr gravierend um sich greift, l\u00e4sst sich durch das Auftreten neuer RVA-St\u00e4mme in Europa leicht erkl\u00e4ren.<br>Da man nun wei\u00df, dass es sich um ein Virus handelt, ist auch klar, dass Antibiotika-Gaben nicht helfen, wenn die Jungtaubenkrankheit ausgebrochen ist. Dar\u00fcber hinaus gesunden die erkrankten Tauben auch ohne irgendwelche Behandlung innerhalb weniger Tage, wenngleich es nat\u00fcrlich bei aggressivem Verlauf zu Todesf\u00e4llen kommen kann. Bis die Tauben vollst\u00e4ndig gesundet sind, dauert es aber eine Weile. In der Regel mehr als drei Wochen. Als Z\u00fcchter muss man also genau abw\u00e4gen, wann man seine Tauben zum Beispiel wieder bei einer Ausstellung pr\u00e4sentiert. Es kann also durchaus f\u00fcr die weitere Jahresplanung sinnvoll sein, wenn die Jungtaubenkrankheit recht bald auftritt. Von einigen Brieftaubenz\u00fcchtern wei\u00df man, dass sie sich gleich nach Zuchtende treffen, um ihre Tauben durchseuchen zu lassen.<br>Vergleicht man nun wieder das RVA mit dem Corona-Virus, dann hat man die gleiche Problematik mit der Bek\u00e4mpfung. Man braucht einen Impfstoff. Aber w\u00e4hrend man zum Beispiel heute gegen das Paramyxo-Virus einen passenden Impfstoff hat, ist das beim RVA (noch) nicht der Fall. Aber so ganz stimmt das nicht. Eine deutsche Tierarztpraxis entwickelt seit ein paar Jahren einen bestandsspezifischen Impfstoff gegen das RVA, der auch wirksam ist. Problematisch ist derzeit einzig, dass die Kosten im Vergleich zu anderen Impfstoffen einfach h\u00f6her sind.<br>Es ist hoffentlich nur eine Frage der Zeit, bis die Forschung einen Impfstoff entwickelt hat, der in der Breite wirkt. Dann w\u00e4re auch der Kostenfaktor mit Sicherheit \u00fcberschaubar. In diesem Zusammenhang m\u00fcssen die Rassetaubenz\u00fcchter auf den Forscherdrang der Brieftaubenz\u00fcchter hoffen. Dort ist der potenzielle Markt einfach gr\u00f6\u00dfer und man braucht sich nichts vorzumachen, dass auch dieses Spektrum der Wirtschaftlichkeit unterliegt.<br>Ein Anfang ist gemacht. Es bleibt zu hoffen, dass m\u00f6glichst schnell ein passender Impfstoff gefunden wird. Dann h\u00e4tte die Jungtaubenkrankheit ihren Schrecken verloren. Das w\u00e4re f\u00fcr sehr viele Taubenz\u00fcchter ein wirklicher Segen.<\/p>\n<h4 style=\"text-align: center;\">Neues zum Rotavirus bei Tauben &#8211; Teil 2<br>&#8222;Impfstoff gegen Rotaviren&#8220;<\/h4>\n<p style=\"text-align: center;\">von Wilhelm Bauer<\/p>\n<p>Wie es aussieht, gibt es innerhalb k\u00fcrzester Zeit einige weiterf\u00fchrende Informationen zu Rotaviren bei Tauben. Dies ist deshalb f\u00fcr uns interessant, da sie &#8211; wie im vorstehenden Bericht beschrieben &#8211; Ausl\u00f6ser der Jungtaubenkrankheit sind.<br>War bisher nur ein Impfen mit einem bestandsspezifischen Impfstoff m\u00f6glich, der zugegebenerma\u00dfen nicht ganz billig war (weiterf\u00fchrende Informationen: Tier\u00e4rztliche Praxis am Weinberg, Weinberge 39a, 06917 Jessen\/Elster, OT Schweinitz, Tel. 0 35 37\/20 23 25, info@vetkomb.de, www.vetkomb.de), gibt es aus der Slowakei nun einen Kombiimpfstoff, der sowohl gegen Rotaviren als auch das Paramyxovirus wirkt. Einziger Haken an diesem Impfstoff (Colvac RP &#8211; Hersteller: Pharmagal Bio) ist, dass er zwar in Tschechien aber f\u00fcr Deutschland bis jetzt noch nicht zugelassen ist.<br>Die Brieftaubenz\u00fcchter haben es dennoch geschafft, dass er mit einer Ausnahmegenehmigung eines Tierarztes in Deutschland eingesetzt werden darf.<br>Auch wenn das mit einem etwas gr\u00f6\u00dferen Aufwand verbunden ist, ist das vielleicht f\u00fcr Z\u00fcchter, die bisher mit der Jungtaubenkrankheit gro\u00dfe Verluste haben hinnehmen m\u00fcssen, eine Alternative.<br>Eine wertvolle Hilfe ist in diesem Zusammenhang die Brieftaubenklinik des Verbandes Deutscher Brieftaubenz\u00fcchter (www.brieftaube.de).<br>Diese hat auch eine \u00dcbersicht \u00fcber die notwendigen Anforderungen aufgestellt. Hier ist auf den ersten Blick zu erkennen, welche Aufgaben auf den Tierarzt und den Z\u00fcchter zukommen. Eine genaue Dokumentation ist wichtig, um zu einem sp\u00e4teren Zeitpunkt eine Zulassung f\u00fcr Deutschland zu erreichen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table is-style-stripes\"><table><tbody><tr><td class=\"has-text-align-center\" data-align=\"center\"><strong>Tauben<\/strong><\/td><td class=\"has-text-align-center\" data-align=\"center\"><strong>Taubenz\u00fcchter<\/strong><\/td><td class=\"has-text-align-center\" data-align=\"center\"><strong>Tierarzt<\/strong><\/td><\/tr><tr><td class=\"has-text-align-center\" data-align=\"center\"><\/td><td class=\"has-text-align-center\" data-align=\"center\"><\/td><td class=\"has-text-align-center\" data-align=\"center\"><\/td><\/tr><tr><td class=\"has-text-align-center\" data-align=\"center\">Nur gesunde Tauben impfen.<\/td><td class=\"has-text-align-center\" data-align=\"center\">Ringnummern aufschreiben, ungef\u00e4hres Alter der Tauben angeben.<\/td><td class=\"has-text-align-center\" data-align=\"center\">Muss alles genau aufschreiben, auch das Alter der geimpften Tauben.<\/td><\/tr><tr><td class=\"has-text-align-center\" data-align=\"center\"><\/td><td class=\"has-text-align-center\" data-align=\"center\"><\/td><td class=\"has-text-align-center\" data-align=\"center\"><\/td><\/tr><tr><td class=\"has-text-align-center\" data-align=\"center\">Ab 28 Tagen ist die Impfung m\u00f6glich, wir empfehlen im Alter von 6 Wochen zu impfen.<\/td><td class=\"has-text-align-center\" data-align=\"center\">Alle auftretenden Fragen m\u00f6glichst vorher stellen, selbstverst\u00e4ndlich beantwortet der Tierarzt aber auch sp\u00e4tere Fragen.<\/td><td class=\"has-text-align-center\" data-align=\"center\">Wenn Ihr Tierarzt nicht wei\u00df, wie die Impfstoffgenehmigung abl\u00e4uft, dann kann er sich gerne an die Taubenklinik wenden.<\/td><\/tr><tr><td class=\"has-text-align-center\" data-align=\"center\"><\/td><td class=\"has-text-align-center\" data-align=\"center\"><\/td><td class=\"has-text-align-center\" data-align=\"center\"><\/td><\/tr><tr><td class=\"has-text-align-center\" data-align=\"center\">Tauben gut beobachten, jeder positive wie negative Hinweis hilft.<\/td><td class=\"has-text-align-center\" data-align=\"center\">Bitte 7 &#8211; 10 Tage nach der Impfung den Tierarzt kurz informieren. (Berichtsvordruck in der Taubenklinik erh\u00e4ltlich).<\/td><td class=\"has-text-align-center\" data-align=\"center\">Damit es zuk\u00fcnftig noch einfacher wird, m\u00fcssen wir m\u00f6glichst viel \u00fcber den Impfstoff erfahren, dazu m\u00fcssen Taubenhalter und Tier\u00e4rzte ihre Erfahrungen weitergeben: ausgef\u00fcllten Berichtsvordruck bitte an folgende Anschrift senden:<br>Taubenklinik<br>Katernberger Str. 115<br>45327 Essen<br>Tel. 0201 &#8211; 84 83 90<br>Fax. 0201 &#8211; 84 83 9 68<br>tk@brieftaubenverband.de<\/td><\/tr><tr><td class=\"has-text-align-center\" data-align=\"center\"><\/td><td class=\"has-text-align-center\" data-align=\"center\"><\/td><td class=\"has-text-align-center\" data-align=\"center\"><\/td><\/tr><tr><td class=\"has-text-align-center\" data-align=\"center\">Spezielle Impfung gegen die Jungtaubenkrankheit mit Rotavirusimpfstoff (Alternative zur bestandsspezifischen Impfung weiterhin m\u00f6glich).<\/td><td class=\"has-text-align-center\" data-align=\"center\">Bitte nach der Jungtaubenreise den Tierarzt informieren, jeder Hinweis hilft bei dem Versuch, den Impfstoff offiziell zuzulassen. (Berichtsvordruck in der Taubenklinik und bei www.brieftaube.de)<\/td><td class=\"has-text-align-center\" data-align=\"center\"><\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<h4 style=\"text-align: center;\">Eigene Erfahrung mit der Rotavirenimpfung<\/h4>\n<p style=\"text-align: center;\">von Kai Schnellb\u00e4cher<\/p>\n<p>Immer nach der 1.Ausstellung des Jahres, dies ist war meist unsere Landesschau, trat 8 Tage sp\u00e4ter eine leichte Form der Jungtaubenkrankheit auf. Zwar habe ich immer gleich den Bestand mit Unterst\u00fctzung meines Tierarztes behandelt und hatte so gut wie keine oder nur sehr geringe Verluste. Doch bis der gesamte Bestand wieder so fit war, dass ich diese guten Gewissens auf eine weitere Ausstellung bringen konnte war oft von langer Dauer oder sogar der Verzicht auf eine Beschickung der Schau. Die Ausstellungen sind nicht das Wichtigste, aber es bedeutet immer wieder f\u00fcr die Tauben ein extremer Stress bis diese wieder Gesund sind. Ich bin kein Freund davon die Tauben so hoch zu p\u00e4ppeln, dass diese mit Medikamente Ihr Leben verbringen.<\/p>\n<p>Als mir nun im Winter mein Tierarzt anbot die Tauben gegen den Rotavirus zu impfen, nahm ich diese an. Seine Empfehlung war die Tauben vor der Brutzeit zu impfen, da dadurch schon die Jungen eine Grundimmunisierung erhalten. Da ich erst Ende M\u00e4rz, Anfang April mit dem Br\u00fcten anfange, wurden meine Tauben im Abstand von 3 Wochen 2-Mal im M\u00e4rz geimpft.\u00a0<\/p>\n<p>Wissen muss man, dass der Impfstoff noch nicht in Deutschland zugelassen ist und die Impfung im Rahmen der Studie der Brieftaubenz\u00fcchter stattfinden kann. Der Tierarzt selbst, sollte sich schon mit Tauben auskennen und ben\u00f6tigt auch eine Genehmigung vom zust\u00e4ndigen Bundeslandes in dem er praktiziert. Der Tierarzt kl\u00e4rt einem vor der Impfung \u00fcber die Rotavirenimpfung und dem derzeitigen Stand der Studie auf und man erh\u00e4lt auch ein Meldeformular, f\u00fcr den Fall dass es nach der Impfung zu Ausf\u00e4llen oder sonstige Anomalit\u00e4ten kommt.\u00a0<\/p>\n<p>Nach dem Impfen waren meine Tauben so Fit wie vorher und zeigten auch keine Anomalit\u00e4ten. Auch begannen Sie ohne Probleme mit dem Brutgesch\u00e4ft.<\/p>\n<p>Nun wollen wir abwarten, wie die n\u00e4chste Schausaison verl\u00e4uft und ich werde entsprechend berichten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bericht \u00fcber den Rotavirus, sowie das Thema impfen. Hierbei handelt es sich um ein Impfstoff, welcher noch nicht in Deutschland zugelassen ist.<br \/>\nErg\u00e4nzt durch eigene Erfahrungen des Impfens. <\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":259,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"cybocfi_hide_featured_image":"yes","footnotes":""},"categories":[5],"tags":[15,16,17],"class_list":["post-251","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-gut-zu-wissen","tag-impfen","tag-jungtaubenkrankheit","tag-rotaviren"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/sv-stargarder.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/251","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/sv-stargarder.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/sv-stargarder.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sv-stargarder.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sv-stargarder.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=251"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/sv-stargarder.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/251\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":286,"href":"https:\/\/sv-stargarder.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/251\/revisions\/286"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sv-stargarder.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/259"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/sv-stargarder.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=251"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/sv-stargarder.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=251"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/sv-stargarder.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=251"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}